"Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler"  - Ingeborg Bachmann

23 | 10 | 2017
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Anno 1453

Wir Lasslau von Gottes Gnaden zu Hungarn, Böhmen, Dalmatien, Kroatien König, Erzherzog zu Österreich etz. etz. etz. bestätigte den
Gawenstorfern ihre alten Rechte und Herkommen ganz wörtlich wie die Landesfürsten Rudolf der IIII. 1360 und Albrecht der Anno 1369 auf ewige Zeiten
gesiegelt zu Wien am Freitag nach Gottsleichnamstag – nach Christi Geburt  tausend vierhundert und in dem drei und fünfzigsten Jahr unserer Krönung,
unseres Reichs des hungarischen im vierzehnten Jahre.
Lasslau


Anno 1453

Freiheit wegen Jahrmarkt an unserer lieben Frauentag der Schickung, das ist der Bartholome-Markt.
Lasslau oder Ladislaus.

Wir Lasslau von Gottes Gnadenzu Hungarn, Beheim, Dalmatten, Kroaten König, Herzog zu Österreich, Markgraf zu Mähren etz. etz.
bekannte als unsere getreuen Bürger und Freunde zu Gawersdorf, die in unser Haben gehören in den vergangenen Lärmen und Kriegen
großen Schaden genommen und empfangen haben, da wir denselben, unseren Bürgern und Leuten zu Gawerstorf zu Einsetzung denselben
ihren Schaden und auch von 
sondern Gnaden einen Ewigen Jahrmarkt von fürstlicher Macht rechten Wissen als Herr und Landesfürst in Österreich
gegeben haben und geben wissentlich in Kraft daß, als daß sie und ihre Nachkommen denen fürders daselbst zu Gawerstorf  alle Jahre an unserer
lieben Frauentag der Schickung zum Kauf und Verkaufen haben und Nutzen genießen und gebrauchen sollen und mögen mit allen den Freiheiten, Rechten und guten Gewohnheiten als sittlich und gewöhnlich ist und der Jahrmarkt in unserem Fürstentum Österreich zu tun erlaubt ist.

Dann gebieten wir unseren lieben Getreuen, allen unseren Hauptleuten, Herrn, Rittern und Knechten und allen anderen unseren Untertanen und
Getreuen, gegenwärtigen und künftigen denen dieser Brief gezeigt, und wollen erstlich, daß sie die Herrn Genannten und Leuten und Bürgern zu
Gawersdorf an dem obgenannten Jahrmarkt nicht irren noch hindern, noch das niemand anderen zu tun gestatten, sondern sie dabei von unser
wegen bestiglich halten und schirmen und das nicht lassen, das meinen wir.

Mit Urkund des Briefes geben zu Wien am Mittwochen vor St. Veitstag nach Christi Geburt vierzehnhundert und in den drei
und fünfzigsten Jahre unserer Krönung unseres Reiches, des Ungarischen im vierzehnten Jahr.

Lasslau


Anno 1520

Sah man an der Sonne und an dem Himmel viele schreckbare Zeichen, die nichts anderes als Jammer und Elend, des damaligen
leidigen Zustandes jawohl auch des darauf folgenden türkischen Einfalles und erste Belagerung der Stadt Wien  wie auch des damals
einreißenden Luthertums höchst traurige Vorboten gewesen.


Anno 1522

Hat Luther durch seine Schriften und neu aufgewärmten alten ketzerischen grundfalschen Glaubenssätze sich hervorgetan und sonderlich zu
Wien und ganzen österreichischen Landen großen Anhang zu fast gänzlichem Untergang des lieben Vaterlandes bekommen.
Eben um diese Zeit ist der Markt Gaunersdorf und die Wieden Gaunersdorf oder Kleinhäusel genannt – von der allein seligmachenden römisch katholischen
Kirche abgefallen und ist lutherisch geworden.

Aber Aigen Gaunersdorf, die sogenannten Croaten verblieben  der wahren römisch katholischen Kirche getreu, sie zeigten, daß sie ganz anderer
Abstammung und besseren Grundsätzen beseelt seien, sie gaben den Verführern kein Gehör und schlossen sich mit der Pfarre an die
katholisch gebliebene Pfarrkirche Pyrawarth an.


Anno 1527

Fing man zu Wien und im ganzen Österreich an, die Lutheraner durch eifriges Predigen und Lehren zu überzeugen, zu bestrafen und in die wahre Kirche Christi zurück zu kehren,
väterlich zu ermahnen. Aber die mehrsten Lutheraner verblieben in ihrem Irrtum – aber die Ursache war bei den Abgefallenen:

1. bei vielen war es bloße Unwissenheit.

2. eingebildete Unmöglichkeit.

3. war es verstockte Bösheit.

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